Geldautomaten in Thailand: Kreditkarten und ihre Gebühren

15.05.17
5 Minuten Lesezeit

Reist du nach Thailand in deinen Traumurlaub?

Wenn ja, machst du dir sicher Gedanken darüber, wo du den besten Deal für den Umtausch zu Bath (thailändische Währung) bekommst. Geldautomaten gibt es überall und sie bieten dir den bestmöglichen Wechselkurs, allerdings sind die Gebühren hoch und in manchen Fällen kannst du dabei sogar Geld verlieren.

Aber zum Glück gibt es ja TransferWise. Hier findest du alles, was du wissen musst: Wo du in Thailand Geldautomaten findest und wie du bei der Nutzung überflüssige Gebühren vermeidest.

Wo finde ich in Thailand Geldautomaten?

Geldautomaten sind in den meisten großen Städten sehr häufig zu finden. Du findest sie in Bankfilialen, an Straßenecken, in großen Geschäften wie Tesco Lotus und 7-Eleven oder in Einkaufszentren. Außerdem natürlich auch an den großen Flughäfen.

Die fünf folgenden sind Thailands bekannteste Banken. Klicke auf den Banknamen, um online alle verfügbaren Geldautomaten abrufen zu können:

  1. Aeon Bank
  2. Bank of Ayudhya (Krungsri)
  3. Bangkok Bank
  4. Krungthai Bank
  5. Siam Commercial Bank

In ländlicheren Gegenden oder auf den weniger bekannten Inseln kann es hingegen schon schwieriger sein, einen Geldautomaten zu finden. Wenn du also irgendwo abseits der üblichen Pfade unterwegs bist, hebe besser vorher noch etwas Geld ab.

Funktioniert die Kredit- oder Debitkarte meiner Hausbank?

Thailändische Bankautomaten arbeiten mit Maestro, MasterCard und Visa Karten. Deine Bank kann dir bestätigen, ob deine Karte dazu gehört. Geldautomaten sollten die Logos aller unterstützten Netzwerke anzeigen. Du kannst einen entsprechenden Geldautomat auch über den Visa ATM Locator oden den MasterCard ATM Locator finden.

Thailändische Geldautomaten arbeiten mit Chip- und PIN-Karten sowie mit Karten, die nur einen Magnetstreifen auf der Rückseite haben. Zudem akzeptieren sie sowohl vier- als auch sechsstellige PIN-Nummern. Beachte jedoch, dass thailändische Tastaturen keine Buchstaben anzeigen, du musst dir also die Tastenkombination anhand der Ziffern merken.

Außerdem ist es gut, deine Bank wissen zu lassen, dass du in Thailand sein wirst. Denn wenn deine Bank nicht weiß, dass du im Ausland bist, kann es sein, dass sie deine Transaktionen als verdächtig einstufen und aus Sicherheitsgründen deine Karte sperren.

Limits für Barabhebungen

Die meisten thailändischen Geldautomaten haben ein tägliches Abhebungslimit von ฿20,000 (das sind circa 535€). Eine große Abhebung ist oftmals günstiger als mehrere kleine, kläre also mit deiner Bank das Limit deiner Karte ab. Deine Bank kann das Limit entsprechend anpassen.

Einige Banken haben ein etwas größeres Tageslimit. Das Limit der Bangkok Bank liegt bei ฿25,000 (ca. 669€). Die Bank of Ayudhya (Krungsri Bank) hat ein Tageslimit von ฿30,000 (ca. 803€).

Wie hoch sind die Gebühren an thailändischen Geldautomaten?

Abhebungen an Geldautomaten bieten meistens das beste Angebot für den Wechselkurs, vorausgesetzt du wählst für die Berechnung immer die Landeswährung Baht (฿) aus. Abhebungen in Baht werden mit dem Devisenmittelkurs, dem echten Wechselkurs, umgerechnet.

Wenn du deine 'Heimatwährung' für die Berechnung der Gebühr auswählst, nimmt der Geldautomat einen festgelegten Wechselkurs und nutzt die 'Dynamic Currency Conversion'. Das ist ein ziemlich schlechter Deal und kostet dich Geld. Die meisten Geldautomaten in Thailand bieten diese Option automatisch an, sei also vorsichtig. Drücke immer "no".

Leider sind die Gebühren, um einen Geldautomat in Thailand zu nutzen, ziemlich teuer. Die meisten lokalen Banken berechnen ฿200 (ca. 5-6€) pro Transaktion für eine Abhebung mit einer ausländischen Bankkarte. Die Aeon Bank berechnet ฿150 pro Transaktion. Das sind um die 4€, also immer noch recht teuer.

Deine Hausbank wird dir auch eine Gebühr berechnen. Du kannst mit einer Abhebungsgebühr und einer Fremdwährungsgebühr pro Transaktion rechnen.

Wie kann ich Gebühren an thailändischen Geldautomaten umgehen?

Es gibt einige Wege, wie du diese Gebühren vermeiden oder zumindest reduzieren kannst.

Wir zeigen dir, wie.

Nutze eine Korrespondenzbank

Aktuell ist keine Bank in Thailand Teil der Global ATM Alliance. Deine Hausbank kann aber dennoch über eine Korrenpondenzbeziehung mit einer thailändischen Bank verfügen, die dir erlaubt, keine oder geringere Gebühren zu zahlen. Es lohnt sich also, einmal nachzufragen.

Als Beispiel: Die Citibank hat einige Geldautomaten im Land. Ihre Kunden können das weltweite Netzwerk der Bank nutzen und an deren Geldautomaten kostenlos abheben. Es lohnt sich somit, bei deiner Bank nachzufragen, ob sie auch eine Vereinbarung mit der Citibank hat, die es dir erlaubt, deren Geldautomaten in Thailand kostenlos oder mit geringeren Gebühren zu nutzen.

Nutze Geldautomaten der Krungsri Bank oder Aeon Bank

Die Krungsri Bank berechnet zwar ฿200 pro Abhebung, hat aber ein höheres Tageslimit für Abhebungen - ฿30000. Nutze das zu deinem Vorteil, indem du eine große Abhebung anstatt mehrerer kleinerer machst.

Lass dich nicht von diesen großen Zahlen abschrecken. Nutze einen Online-Währungsrechner, um herauszufinden, wie viel es in deiner eigenen Landeswährung ist. In Thailand sind die Lebenshaltungskosten relativ niedrig, selbst in großen Städten. ฿30000 sollten mehr als genug sein, um deine Ausgaben für einen ganzen Monat zu decken.

Das Tageslimit der Aeon Bank für Abhebungen liegt bei ฿20000. Mit einer Gebühr von ฿150 pro Abhebung sind deren Geldautomaten die günstigsten, die du finden kannst.

Mache Abhebungen am Bankschalter

Wenn auch nicht ideal, Abhebungen bei einem Bankangestellten am Schalter vermeiden die Gebühr vollständig. Zudem gibt es kein Abhebungslimit, das bedeutet, du kannst Geld so viel und so oft abheben, wie du möchtest.

Trotzdem kann dir aber immer noch deine Bank einige Gebühren berechnen, kläre das also lieber mit deiner Bank ab, bevor du nach Thailand reist.

Prüfe die allgemeinen Geschäftsbedingungen deiner Karte

Einige Karten können im Ausland günstiger sein. Wenn du mehr als nur eine Karte besitzt, erkundige dich über die Gebührenstruktur deiner Bank und finde heraus, welche Karte über die besten Bedingungen verfügt.

Üblicherweise ist es besser, eine Debit- oder Girokarte anstatt einer Kreditkarte zu nutzen. Kreditkartenanbieter schlagen meist Kapital aus Barabhebungen. Sie haben oftmals höhere Transaktionsgebühren als Debit- oder Girokarten und berechnen zudem auch Zinsen.

Gebühren an Geldautomaten für Abhebungen, die mit einer Karte einer thailändischen Bank gemacht wurden sind deutlich günstiger als Abhebungen mit einer ausländischen Karte (um die ฿10 bis ฿20). Bei der Nutzung einer lokalen Bankkarte, vermeidest du zudem jegliche Fremdwährungsgebühren deiner Hausbank.

Lass Gebühren immer in der lokalen Währung berechnen

Einige Geldautomaten werden dir den "Service" anbieten, dir Gebühren in deiner Heimatwährung zu berechnen. Auch wenn du dich vielleicht sicherer fühlst, vertraute Zahlen zu sehen, ist es immer besser, diese Option abzulehnen. Bei der Berechnung in der lokalen Landeswährung vermeidest du versteckte Abzocke an Geldautomaten, da du immer den besten Wechselkurs bekommst. Wenn du auswählst, Kosten in deiner eigenen Landeswährung zu berechnen, gibst du dem Geldautomaten die Erlaubnis, einen beliebigen (und üblicherweise schlechteren) Wechselkurs anzuwenden.

Nutze TransferWise für ein noch besseres Angebot

Wenn du oder ein Freund von dir ein Bankkonto in Thailand haben, nutze TransferWise, um eine Überweisung zu machen. Das spart Zeit und Geld. TransferWise verwendet nicht nur den echten Devisenmittelkurs (der die Banken so gut wie immer schlägt), sondern empfängt und versendet dein Geld immer lokal, sowohl in deinem Heimatland als auch in Thailand. All die fiesen internationalen Gebühren verschwinden somit. Probier's einfach mal aus.

TransferWise ist die clevere Alternative für Auslandsüberweisungen.

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