Der einzige faire Wechselkurs: Der Devisenmittelkurs

Wechselkurse müssen nicht kompliziert sein. Eigentlich musst du immer nur eines im Auge behalten: den echten Devisenmittelkurs.

Wie wird ein Wechselkurs festgelegt?

Wie viele Dollar sind ein Euro? Wie viele Euro ein Yen? Wie viele Yen ein Pfund?

Wenn du denkst: "Das wird alles über den Wechselkurs entschieden", dann liegst du damit richtig. Aber wer entscheidet, was der Wechselkurs ist?

Banken und andere Anbieter legen alle ihre eigenen Kurse fest, es gibt also nicht nur eine Antwort auf diese Frage. Im Grunde gibt es aber nur einen Wechselkurs, den man als den "echten" Wechselkurs bezeichnen könnte. Diesen nennt man den Devisenmittelkurs.

Der "echte" Kurs

Banker und Händler kaufen und verkaufen ständig Währungen. Für jede Währung gibt es einen eigenen Einkaufs- und Verkaufspreis – je nachdem, was die Banken und Händler für die jeweilige Währung verlangen oder bezahlen wollen. Genau in der Mitte zwischen diesen Einkaufs- und Verkaufspreisen liegt der Devisenmittelkurs.

Da dieser Kurs sich direkt aus dem Marktwert einer Währung berechnet, ist es der "echte" – und der fairste – Kurs, den es gibt. Und es ist der Kurs, den du bei TransferWise für jede einzelne Transaktion erhältst.

Verschiedene Organisationen verwenden unterschiedliche Datensätze, um den Devisenmittelkurs zu berechnen. Der Kurs kann also für verschiedene Anbieter leicht variieren – der Unterschied sollte hier aber nie sonderlich groß sein. Wir beziehen unseren Kurs von Reuters, die den Kurs während der Öffnungszeiten des Handelsmarkts in Echtzeit aktualisieren.

Du kannst dir den aktuellen Devisenmittelkurs sowie die Veränderungen der letzten 30 Tage hier in unserem Kurs-Tracker ansehen. Du kannst dich dort ebenfalls für Kursalarme anmelden – wir senden dir dann tägliche Updates zum Kurs, oder geben dir Bescheid, wenn er einen gewissen Wert erreicht.

Auf diese Tricks solltest du achten, wenn du Geld umtauschst:

  1. Irreführende Preisbildung - Du siehst ein Angebot mit '0% Gebühr', 'null Kommission' oder 'unser bester Kurs'*.

  2. Ein festgesetzter 'Tageskurs' - Die meisten Anbieter nehmen den Devisenmittelkurs und setzen eine intransparente Spanne oben drauf. Somit weißt du nicht, wie viel sie dir wirklich drauf schlagen.

  3. Ein unfairer Deal für deine Währung - Durch Verstecken der echten Gebühr im angebotenen Wechselkurs, machen die meisten Anbieter großen Profit auf deine Kosten.

Und zusätzlich allerlei Kleingedrucktes.

Hüte dich vor Aufschlägen auf den Wechselkurs

Banken und Finanzdienstleister verwenden den Devisenmittelkurs, wenn sie untereinander handeln, geben diesen aber nur sehr selten an dich weiter. Stattdessen wählen sie einen für dich ungünstigeren Kurs, um zusätzlich Geld zu verdienen.

Sei also vorsichtig, wenn ein Dienstleister dir eine 0%-Gebühr oder eine kommissionsfreie Überweisung verspricht. Es könnte sein, dass der Dienstleister die Gebühr stattdessen in einem selbst gewählten Wechselkurs versteckt.

Wir hingegen haben nichts zu verbergen.

Denke nach, bevor du überweist

Es kann nicht schaden, den Devisenmittelkurs im Auge zu halten und gründlich zwischen Anbietern zu vergleichen. Jetzt, wo du weißt, worauf es in diesem Geschäft ankommt, solltest du wissen, auf was du achten musst.

Du kannst über unseren Gebührenrechner nachrechnen, wie viel Geld bei Überweisungen mit TransferWise auf der Empfängerseite ankommt.

Vergleiche einfach diesen Betrag mit dem, den du über deine Bank oder andere Dienstleister erhalten würdest. Der Anbieter, bei dem am Schluss am meisten Geld beim Empfänger ankommt, ist der, den du nutzen solltest. Ganz gleich, ob das nun TransferWise ist oder nicht.