Du willst in die Schweiz ziehen? Unser Expat-Guide hilft

TransferWise Content-Team
28.02.18
4 Minuten Lesezeit

Dieses wunderschöne Land der Seen und Berge ist eines der reichsten Länder Europas. Die Lebensqualität ist sehr hoch - gleiches gilt für die Gehälter. Allerdings hat diese privilegierte Stellung auch ihren Preis: Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union und des EWR. Zudem kann das Land, verglichen mit anderen westeuropäischen Ländern, eher abgeschottet und monokulturell wirken, selbst in städtischen Regionen.

Ein paar Fakten über die Schweiz

  • Bevölkerung: ca. 8,2 Millionen
  • Zahl deutscher Expats: ca. 276.000
  • Beliebteste Städte bei Expats: Zürich, Genf, Basel
  • Währung: Schweizer Franken
  • Offizielle Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
  • Wichtigste Branchen: Finanzen, Wissenschaft, Technologie

Benötigte Visa und Dokumente

Obwohl kein Mitglied der EU, ist die Schweiz Teil der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) sowie des Schengenraums. Das bedeutet, dass EU-Bürger das Recht haben, frei in die Schweiz einzureisen. EU-Bürger können zudem dort leben und arbeiten. Sie müssen sich jedoch für eine Aufenthaltserlaubnis registrieren, wenn sie länger als drei Monate bleiben.

Lebenshaltungskosten

Die Schweiz ist bekanntermaßen teuer, die Lebenshaltungskosten gehören zu den höchsten der Welt. Die Schweiz ist unter den TOP 3 in Europa, zusammen mit Island und Norwegen. Schau dir auf Numbeo Statistiken zu alltäglichen Ausgaben an.

Finanzangelegenheiten

Viele denken jetzt vielleicht an anonyme Schweizer Bankkonten, auf denen man sein Geld verstecken kann. Die Realität sieht allerdings etwas anders aus. Und wie auch in Deutschland üblich, musst du deine Identität bestätigen, um ein Konto zu eröffnen. Manche Banken wollen auch einen Arbeitsvertrag sehen, bevor sie dir ein Standardkonto einrichten.

Sei zudem darauf vorbereitet, dass Gebühren für Kontoführung oder Kreditkarten in der Schweiz etwas höher ausfallen können. Sobald du dein Schweizer Konto eröffnet hast, registriere dich bei TransferWise. Dann kannst du Geld zwischen deinen Konten in Deutschland und der Schweiz überweisen, ohne dabei hohe Gebühren zahlen zu müssen.

Tipps zu Jobsuche

Die gute Nachricht: Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist eine der niedrigsten auf der Welt. Sie liegt bei ca. 3%. Die schlechte Nachricht: Nichtschweizer machen rund 50% dieser 3% aus. Schweizer sind meist sehr gut ausgebildet - der Wettbewerb um Jobs ist knallhart. Sobald du aber einen Job gefunden hast, kannst du mit einigen Vergünstigungen und mindestens vier Wochen Urlaub im Jahr rechnen. Die größten Arbeitgeber für Expats sind multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz, z.B. Nestlé, Zurich Versicherung und Credit Suisse.

Internationale Organisationen mit Sitz in Genf, wie z. B. die Vereinten Nationen, die Welthandelsorganisation und das Internationale Rote Kreuz, beschäftigen ebenfalls eine große Zahl an Expats. Besonders in Genf sind Französischkenntnisse ein großer Vorteil bei der Jobsuche, selbst in englischsprachigen Unternehmen. Lade deinen Lebenslauf auf EURES hoch und suche dort nach verfügbaren Jobs.

Wohnungssuche

Wie in Deutschland ist es auch in der Schweiz üblich, eine Wohnung eher zu mieten statt zu kaufen. Die Zahl der Mieter beträgt rund 60%, und in Städten wächst diese Zahl stetig an. Das bedeutet, dass der Wohnungsmarkt hart umkämpft ist und die Wohnungssuche eine Herausforderung darstellen kann. Dazu kommt der Umstand, dass die Mietpreise zu den höchsten Weltweit gehören (Mieten in Genf sind vergleichbar mit Mieten in New York). Du kannst dir also vorstellen, welch ein Albtraum es sein kann, eine geeignete Bleibe zu finden.

Standardmäßig zahlt man drei Monatsmieten im Voraus. Zudem musst du eine Bewerbung einreichen; bestätigen, dass du zuvor deine Miete immer pünktlich gezahlt hast und Einkommensnachweise vorzeigen, wenn du Interesse an einer Wohnung hast. Möglicherweise wirst du es auch mit anderen Wohnungsjägern zu tun haben. Du musst deinem potentiellen Vermieter also zeigen, dass du genau der richtige Mieter für ihn bist. Umgehen kann man das alles mit einer Makleragentur. Diese sind aber sehr teuer und berechnen dir circa zwei Monatsmieten Maklergebühr.

Ausbildung und Schulen

Schweizer Schulen sind exzellent. Wenn du mit deiner Familie in die Schweiz ziehst, erhalten Schulkinder üblicherweise einen Platz an einer Schule in der Nähe des Wohnorts. Die Unterrichtszeiten sind in der Regel von 8 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags und dann von 2 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends. Die Nachmittage am Mittwoch sind meistens frei für außerschulische Aktivitäten.

Gesundheitswesen

Die Schweiz hat ein einheitliches Gesundheitssystem. Eine Krankenversicherung ist obligatorisch. Einwohner sind verpflichtet, für eine Grundversicherung zu zahlen (Non-Profit für den Versicherer). Versicherer sind verpflichtet, diese Grundversicherung anzubieten, unabhängig des Alters oder Vorerkrankungen des Versicherten. Für Erwachsene über 26 Jahren kostet das ca. 400 CHF im Monat. Das Gesundheitswesen in der Schweiz hat einen sehr hohen Standard.

Weitere nützliche Links für Expats in der Schweiz

Bevor du ins Ausland ziehst, schau dir unsere praktische Checkliste an, um sicherzugehen, dass du an alles gedacht und alles organisiert hast.

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