WorldFirst: Gebühren im Review

Roberto Hamidi
30.06.20
4 Minuten Lesezeit

Heutzutage ist es eine normale Sache Geld in andere Länder zu überweisen. Egal ob man selber regelmäßig Zeit im Ausland verbringt oder Online etwas bestellen oder bezahlen möchte, Auslandsüberweisungen werden immer alltäglicher. Da das klassische Bankensystem nicht darauf ausgerichtet ist, kann es hier schnell teuer werden.

Große Vorteile haben Online Banken und Zahlungsdienstleister, da sie durch andere technische Möglichkeiten und geringe Kosten angenehme, unkomplizierte und kostengünstige Auslandsüberweisungen vornehmen können. Ein internationaler Anbieter, den man auch in Deutschland nutzen kann, ist WorldFirst. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den WorldFirst Gebühren, Erfahrungen und eine mögliche Alternative.


Beispiel: 3.000 EUR in die USA überweisen (getätigt am 02.07.2020 in USD)¹.

Anbieter Gebühr Wechselkurs du zahlst in den USA kommen an
WorldFirst 0 EUR Wechselkurs mit 0,5% Aufschlag 3000 EUR 3366,48 USD
TransferWise 13,31 EUR der echte Devisenmittelkurs 3000 EUR 3368,99 USD

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Wie funktioniert WorldFirst?

World First ist ein im Jahr 2004 gegründetes Unternehmen und hat seinen Sitz in London. Mit transparenten und unkomplizierten Gebühren hat es sich zum Ziel gemacht internationale Überweisungen leichter und günstiger zu machen und versteckte Gebühren zu verhindern. Mittlerweile kann das Unternehmen über 70.000 Kunden vorweisen, von denen die meisten Geschäftskunden sind. Neben dem Hauptsitz in London verfügt WorldFirst mittlerweile auch über Sitze in Sydney, Hong Kong, Singapur, USA und der Niederlande und besitzt ein Team von mehr als 300 Leuten.

Bevor man seinen Transfer tätigen kann muss man sich zunächst ein eigenes Konto erstellen. Hierbei kann man zwischen einem Privat- oder einem Geschäftskonto wählen.

Der Anmeldeprozess ist schnell und unkompliziert gehalten, sodass man nach ein paar Minuten sein Konto erstellt hat. Wichtig zu erwähnen ist, dass WordFirst keine deutsche Website hat und somit gewisse Englischkenntnisse oder etwas Geduld mit Google Translate nötig sind, um den Anmeldeprozess und spätere Transfers abschließen zu können.

Ist das Konto eingerichtet kann man loslegen und seine Überweisung tätigen. Dafür braucht man lediglich die Daten des Empfängers, den zu überweisenden Betrag und muss diesen anschließend an WorldFirst schicken. Das ist entweder mit einem normalen Banktransfer oder per Kreditkarte möglich.

Ist das Geld angekommen übernimmt WorldFirst den Rest und verschickt das Geld an den Empfänger. Um einen Transfer tätigen zu können ist außerdem ein Minimum von 1000 GBP nötig. Möchte man also nur ein paar hundert Euro verschicken ist WorldFirst keine Option.

¹

WorldFirst Gebühren

Die Gebühren bei WorldFirst sind so übersichtlich und simpel, wie bei kaum einem anderen Zahlungsanbieter, was der wohl größte Vorteil des Unternehmens ist.

Transaktionsgebühr

Die WorldFirst Gebühren hängen von der jährlichen Überweisungssumme ab. Dabei wird in drei Stufen unterschieden:

  1. 0,5% bei jährlicher Überweisungssumme: 0 - 500K GBP
  2. 0,25% bei jährlicher Überweisungssumme: 500K - 5M GBP
  3. 0,15% bei jährlicher Überweisungssumme: 5M+ GBP

Ist man eine Privatperson fällt man in den meisten Fällen unter Stufe 1 und muss 0,5% des Überweisungsbetrages bezahlen. Tätigt man größere Überweisungen bezahlt man in Stufe 2 nur noch 0,25%. Gehört man zu den wenigen die jährlich über 5 Millionen EUR überweisen sind es 0,15%. ¹

Die Sache mit dem Wechselkurs

Ein wichtiges Thema bei Auslandsüberweisungen sind Wechselgebühren bzw. der verwendete Wechselkurs. Da die meisten Personen nur auf die Gebühren achten und sich den von Banken und Zahlungsdienstleistern verwendeten Wechselkurs gar nicht erst näher anschauen, werden hier oft extra Kosten versteckt. Dabei gibt es nur einen echten Wechselkurs - der sogenannte Devisenmittelkurs. Dieser wird ständig geupdated und ist jede Minute wieder ein anderer.


Achtung!

WorldFirst garantiert nicht den angezeigten Wechselkurs, den du bei der Eingabe des Betrags angezeigt bekommst! Es kann also sein, dass du aufgrund von Kursschwankungen einen schlechteren Wechselkurs erhältst. Willst du sicherstellen, dass eine bestimmte Summe im Ausland ankommt, solltest du lieber etwas mehr überweisen.

Tip:

Mit TransferWise kannst du deinen Kurs für 96 Stunden fixieren. Außerdem kannst du auch kleinere Summen versenden, während WorldFirst mindestens 1000 GBP ansetzt.

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TransferWise: Die Alternative mit dem echten Wechselkurs

Bei jeder Überweisung mit TransferWise wird der echte Wechselkurs verwendet. Tätigt man einen Geldtransfer bei dem die Währung gewechselt werden muss, wird der Devisenmittelkurs automatisch abgeglichen. Das ist möglich, da TransferWise, im Gegensatz zu den traditionellen Banken, komplett automatisierte Überweisungsprozesse hat. Eine Bearbeiterin in der Bank müsste den Wechselkurs immer einzeln nachfragen, was sehr lange dauert. Hier sind Computer im klaren Vorteil!

Die preislichen Vorteile die dadurch entstehen werden vor allem bei größeren Summen sichtbar, weshalb TransferWise auch gerne von Unternehmen verwendet wird, um teurere Rechnungen zu bezahlen. Auch in Sachen Transfergebühren, Überweisungsdauer und Benutzeroberfläche spielt TransferWise ganz vorne mit und konnte sich dadurch zu einem der führenden Anbieter für internationale Überweisungen entwickeln.

Gibt es Limits?

Um gesetzliche Regelungen einzuhalten, haben die meisten Online Anbieter für internationale Überweisungen Limits, die meist sogar ziemlich niedrig sind. Da WorldFirst vor allem auf hohe Summen ausgerichtet ist, gibt es hier keine Limitierungen im Maximum der Überweisungen. Dafür gibt es bei WorldFirst aber ein Minimum von 1000 GBP, was der Normalverbraucher meist nicht erreicht.

Auch TransferWise überzeugt mit einem Maximum von 1.000.000 EUR für Privatpersonen und sogar 5.000.000 EUR für Geschäftskunden. Ein Minimum gibt es hier nicht. Möchte man also größere Summen verschicken, bieten sich beide Anbieter hervorragend an. Bei kleineren Summen ist TransferWise besser geeignet.

Fazit zu WorldFirst

WorldFirst ist ein Zahlungsanbieter, der sich vor allem für Unternehmen anbietet. Durch das Transferminimum von 1000 GBP ist er für eine Großzahl von Privatpersonen eher uninteressant. Außerdem konzentriert sich WorldFirst auf die Zahlungen, während man z.B bei TransferWise auch Geld in verschiedenen Währungen halten kann.

Bei Überweisungen kann man dann direkt das Geld aus seinem Konto verwenden und musst nicht erst eine Überweisung von der lokalen Bank oder eine Kreditkartenzahlung ausführen, wobei nicht nur Zeit, sondern auch Geld verloren geht.

Auch die Wechselgebühren sind höher als z.B bei TransferWise, was die günstigen Transfergebühren wieder ausgleicht und TransferWise in den meisten Fällen zu einer günstigeren Alternative macht.

Quellen (Stand 30.06.2020):
1 WorldFirst

TransferWise ist die clevere Alternative für Auslandsüberweisungen.

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