In die USA auswandern: Schritt für Schritt erklärt!

Roberto Hamidi
17.09.20
7 Minuten Lesezeit

Die USA, Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit dem Ruf, dass man hier vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann. Doch, dass unbegrenzte Möglichkeiten nicht immer gut sind, kennen wir alle bei der täglichen Entscheidung, was wir tragen sollen.

Um dir das Auswandern in die USA zu erleichtern, folgt jetzt ein detaillierter Artikel, der dir alle wichtigen Details erklärt. Orientiere dich an ihm und es gibt keinen Grund zur Sorge!


Vorsicht beim Senden von Geld in die USA!

Wenn das Thema Auswandern langsam ernst wird, musst du dir Gedanken machen, wie du dein Vermögen umziehst. Bedenke, dass Banken und die meisten Zahlungsdienstleister in der Regel hohe Gebühren und einen Wechselkurs mit Aufschlag verlangen.

Achte deshalb vor allem bei größeren Beträgen darauf, dass die Umrechnung zum sogenannten Devisenmittelkurs erfolgt. Mit TransferWise bekommst du bei jeder Überweisung genau diesen** echten Wechselkurs**. Außerdem kannst du dich über geringere Gebühren freuen, als sie bei Banken üblich sind.

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Die USA auf einen Blick

Die Vereinigten Staaten sind das Land mit der drittgrößten Bevölkerung. Hier ein paar weitere Fakten:

  • 328,2 Millionen Einwohner
  • Hauptstadt: Washington, D.C.
  • Große Städte: u. a. New York City, Los Angeles, Chicago und Houston
  • Währung: US-Dollar (USD)
  • Jährlich wandern zwischen 1,0 und 1,1 Millionen Menschen in die USA ein¹
  • Davon sind ca. 1 % Deutsche²
  • Es gibt keine festgelegte Amtssprache in den USA, Nationalsprache ist Englisch
  • Wetter: von tropisch in Florida bis zu polar in Alaska
  • monatliches Medianeinkommen: lag 2017 bei 3714 USD³

Wie ist das Leben in den USA?

Wenn eine Tatsache Amerika prägt, dann ist es die Zusammenkunft von vielen verschiedenen Nationalitäten. Amerika ist das Einwandererland schlechthin und dies merkt man vor allem in größeren Städten. So gibt es einen regen kulturellen Austausch, bewusst und unbewusst.

Generell herrscht in den USA auch eher eine Macherkultur, anstatt eine Denkerkultur. Dies merkt man vor allem bei Projekten im Job, bei denen ein Ziel festgelegt wird und darauf direkt hingearbeitet wird. Aber auch im Alltag, denn es fällt den Amerikanern leichter, in die eigene Selbstständigkeit zu investieren, als dem Deutschen.

Essen in den USA findet zu großen Teilen in Restaurants statt und auch Fastfood ist dort allgegenwärtig. Das bedeutet nicht, dass es keine Supermärkte und keinen Herd gibt. Doch ist es ein Teil der Kultur, mit Freunden und Familie essen zu gehen und dabei den Tag zu genießen.

Dos and Don'ts in den USA

Dos

  • Großzügig Trinkgeld geben
  • Kartenzahlungen sind in
  • Pünktlich zu Verabredungen erscheinen
  • Lächeln und höflich sein
  • Politische Korrektheit beim Reden
  • Oberflächlicher Smalltalk
  • Im Restaurant Platz zuweisen lassen
  • Direkter Augenkontakt bei Konversationen

Don’ts

  • Von Zentimetern und Metern reden
  • Bier aus Flasche auf offener Straße trinken
  • Slang aus Filmen benutzen
  • Schuhe im Haus ausziehen
  • Rauchen in nicht vorgesehenen Zonen
  • Nacktbaden
  • Essen ohne Aufforderung vom Gastgeber
  • Ausdrücke benutzen

Lebenshaltungskosten in den USA

Paying the Bills
Wenn du in die USA auswandern willst, hilft ein Überblick über die zu erwartenden Kosten. Nachfolgend die üblichen Lebenshaltungskosten für Chicago.⁴

1 Zimmer Wohnung im Stadtzentrum1858 USD
Internetkosten 60 Mbps67 USD
Handyvertrag unbegrenztes Internet35 USD
günstige Mahlzeit Restaurant15 USD
McMeal bei McDonalds8 USD
Monatskarte öffentliche Verkehrsmittel105 USD
Benzinpreis pro Liter0,83 USD

Schritt 1: Rechtliche Voraussetzungen klären

Als Deutscher kann man ohne Probleme für 90 Tage in die USA reisen. Möchtest du jedoch in den USA leben, dann brauchst du dafür ein unbegrenztes Visum. Ein gängiger Weg dafür ist der Gewinn in der Greencard-Lotterie.

Die Greencard-Lotterie verlost jährlich 50.000 Greencards, die es dem Gewinner ermöglichen, in die USA auszuwandern. Die Teilnahme ist kostenlos. Alles, was du dafür brauchst, ist ein Realschulabschluss und zwei Jahre Berufserfahrung.

Eine andere Option ist ein Arbeitgeber in den USA. Da du für die Arbeit vor Ort sein musst, wirst du bei der Visumsvergabe vorrangig behandelt. Allerdings wird jährlich nur eine begrenzte Anzahl an Arbeitsvisa vergeben, wodurch es sein kann, dass du ein paar Jahre warten musst.

Schritt 2: Eröffne ein Bankkonto

Wer in den USA ein Konto eröffnen möchte, der braucht üblicherweise eine Social Security Nummer (SSN), ähnlich der deutschen Sozialversicherungsnummer. Es geht allerdings auch ohne.

Was du für die Eröffnung brauchen wirst, ist dein Pass oder die Ausländerkennzahl deines Arbeitsvisums oder der Greencard. Da du die SSN nicht hast, wird die Bank zusätzliche Dokumente fordern. Du solltest dir beim IRS, das ist die Steuerbehörde der USA, eine ITIN beantragen.

Du brauchst außerdem eine Adresse in den USA, wohin deine Unterlagen gesendet werden. Ebenso wird oft ein handschriftliches Schreiben benötigt, warum du ein Bankkonto eröffnen möchtest und für welchen Zweck du es verwenden möchtest.

Nachdem du eine Mindesteinzahlung von 5 bis 50 USD getätigt hast, kann dein Konto eröffnet werden. Um dein Erspartes aus Deutschland in die USA zu bringen hast du mehrere Möglichkeiten. Du kannst es mit deiner Hausbank überweisen lassen, wofür hohe Gebühren und ein Wechselkursaufschlag anfällt.

Alternativ kannst du mit dem Bargeld einreisen, doch seien wir ehrlich, wer will mit 20.000 EUR im Gepäck reisen. Das bedeutet extra Aufwand beim Zoll in Deutschland und Amerika. Die beste Möglichkeit ist via TransferWise.

Mit TransferWise kannst du dein Geld ganz einfach von EUR auf ein Konto in die USA überweisen ohne, dass ein Wechselkursaufschlag fällig wird. Es fällt lediglich eine geringe Gebühr für die Überweisung an. So bekommst du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Schritt 3: Arbeit in den USA finden

Wenn du ein Arbeitsvisum in den USA anstrebst, dann hast du diesen Schritt idealerweise schon bei den rechtlichen Angelegenheiten geklärt. Als Besitzer einer Greencard oder Ehepartner einer amerikanischen Person ist es nicht obligatorisch.

Branchen, die in den USA momentan händeringend nach Fachkräften suchen sind solche aus dem IT-Sektor, der Medizintechnik, Maschinenbau und Energietechnik. Allesamt Berufe, bei denen man in Deutschland auf eine einschlägige Berufsausbildung zurückblicken kann.

Auch Lehrkräfte werden gesucht. So kannst du dich, mit deinen Deutschkenntnissen als Deutschlehrer bewerben. Dafür musst du die Regeln der deutschen Sprache vielleicht auffrischen, doch du hast bereits einen Fuß in der Tür, wenn du in die USA auswandern willst.

Beliebte Jobportale für die Jobsuche in den USA sind:

Nachfolgend eine Tabelle mit den durchschnittlichen Jahresgehältern in verschiedenen Branchen in den USA.⁵

IT130.574 USD
Finanzen und Versicherungen115.557 USD
Fertigende Industrie72.735 USD
Bauarbeit67.503 USD
Lehrberufe50.040 USD
Hotel- und Gastgewerbe31.679 USD

Schritt 4: Wohnungssuche in den USA

Zuhause in den USA
Abhängig davon, in welche Stadt der USA man ziehen möchte, gestaltet sich die Wohnungssuche einfacher oder schwerer. In Städten wie New York oder LA ist günstiger Wohnraum schwer zu finden, da beide sehr beliebt sind.

In weniger überlaufenen oder ländlichen Gegenden hingegen gibt es auch relativ günstig Apartments zu mieten. Generell lässt sich zum Leben in den USA sagen, dass Mietpreise dort um einiges höher sind, als wir hierzulande gewohnt sind.

Wenn du dich für den Kauf einer Immobilie in den USA interessiert, hilft dir unser Guide zum Thema weiter.

Wichtig ist: Wie die Vermieter in Deutschland auf den SCHUFA Wert schauen, schauen Vermieter in den USA auf den Credit Score. Als Ausländer hat man diesen jedoch nicht. Das offen zu kommunizieren und bereit sein, mehrere Mieten im Voraus oder eine höhere Kaution zu bezahlen erhöhen die Chancen.

Hilfreich bei der Wohnungssuche sind folgende Portale:

Damit du dir für deine Auswanderung in die USA einen Überblick über Mietpreise in verschiedenen Städten machen kannst, folgt eine Tabelle. Die Daten stammen von apartmentsearch.com.

1 Zimmer Wohnung2 Zimmer Wohnung
New York City3500 USD5000 USD
Chicago2100 USD3000 USD
Los Angeles2700 USD3500 USD
Cincinnati1000 USD1500 USD

Schritt 5: Das Gesundheitssystem in den USA

Anders als in Deutschland gibt es in den USA keine universelles Gesundheitssystem. Es besteht auch keine Versicherungspflicht. Nichtsdestotrotz haben viele Menschen in den USA eine Krankenversicherung, für die sie jeden Monat Beiträge zahlen.

Alles, was mit der Gesundheit zu tun hat, ist in den USA jedoch um Längen teurer als hier. Wenn man Mitglied in einer Versicherung ist, dann wählt man einen Hauptversorger aus. Dies kann eine Krankenschwester oder ein Doktor sein.

Wenn man krank ist, aufgrund Krankheiten regelmäßig wegen Krankheiten zum Arzt muss (z. B. Diabetes oder Bluthochdruck) oder sich untersuchen lassen will, wendet man sich an diesen Versorger. Dafür braucht es immer ein Termin.

Ist das Anliegen dringend, dann bekommt man bald einen Termin, ansonsten kann es Wochen oder sogar ein Monat dauern.

Schritt 6: Sei sozial!

Gerade wenn du in die USA auswandern möchtest ist es sehr wichtig, dass du sozial bist. In den Vereinigten Staaten hast du dabei gute Karten, denn Amerikaner sind kontaktfreudig und laden dich gerne zu Partys ein. Zwar ist es im ersten Moment immer oberflächlich, doch nach und nach kannst du so innige Kontakte finden.

Auch der Arbeitsplatz ist ein guter Ort, um Kontakte zu knüpfen. Falls du in Kontakt mit anderen deutschen Auswanderern kommen möchtest, empfehlen sich Facebookgruppen wie Deutsche in xyz. Das Gleiche funktioniert mit jeder Kombination an Städten und Nationalitäten.

Schritt 7: Lerne Spanisch!

Auch wenn Englisch in den USA die Landessprache ist und du damit überall hinkommst, bringt es dir große Vorteile, wenn du auch Spanisch lernst. Der Grund dafür ist, dass es viele Einwanderer aus Süd- und Mittelamerika in den USA gibt, die Spanisch sprechen.

Das eröffnet dir neue Möglichkeiten mit Menschen in Kontakt zu treten und Beziehungen aufzubauen. Die Vorteile werden sich nach und nach entfalten selbst wenn es nur das kostenlose Getränk beim Essen gehen ist.

Fazit zum Leben in den USA

Wenn du es in Betracht ziehst, in die USA auszuwandern und dir da ein neues Leben aufzubauen, dann lass dich nicht bremsen. Wenn du die Visa Formalitäten geklärt hast, sind die USA ein denkbar gutes Land für Auswanderer.

Denk dran, dass du beim Mitnehmen deines Geldes in die USA mit TransferWise viel Geld sparen kannst. Im Gegensatz zu Banken bekommst du hier den echten Live Wechselkurs und zahlst nur eine geringe Gebühr für die Überweisung.

Quellen:

  1. Anzahl der legalen und dauerhaften Einwanderungen (Greencard) in die USA in den Jahren 2008 bis 2018, statista, 2020
  2. Anzahl der Einwanderer aus Deutschland in die Vereinigten Staaten von Amerika in den Jahren 1820 bis 2009, statista, 2013
  3. The Average American Monthly Salary, work.chron.com, 2018
  4. Cost of Living in Chicago, numbeo.com, 2020
  5. Wage and salary accruals per full-time equivalent employee in the United States in 2019, by industry, statista, 2020

TransferWise ist die clevere Alternative für Auslandsüberweisungen.

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